Profitschutz statt Schutz von Menschen, Umwelt und Klima

Enorme Umweltbelastung durch Mega-Google-Rechenzentrum in Kronstorf/OÖ * AKW-Abschaltungen wegen Hitze * USA wollen AKW-Strahlenschutzwerte stark senken! * Klimakatastrophe – für die EU kein Thema

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Enorme Umweltbelastung durch Mega-Google-Rechenzentrum in Kronstorf/OÖ

Während so manche:r Politiker:in in Sonntagsreden Klimaschutz fordert oder gegen die großen US-Digital-Konzerne wettert, zeigt sich beim Google-Rechenzentrum in Kronstorf in Oberösterreich das gerade Gegenteil. Von langer Hand vorbereitet, („im Gemeinderat von Kronstorf wurden sämtliche dafür notwendigen Beschlüsse von allen vier Parteien (ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne) einstimmig beschlossen“ – ORF, 17.7.2026; https://ooe.orf.at/stories/3362985. die Infos der Bevölkerung vorenthalten und das Projekt kleiner als geplant hingestellt, kommt nun die Wirklichkeit ans Tageslicht. Statt wie früher kleiner angegeben soll jetzt das ganze Areal mit 50 Hektar – alles zuvor wertvolle Ackerböden – bebaut werden. „Der Stromverbrauch wird etwa jenem von 900.000 privaten Haushalten pro Jahr entsprechen, so die Einschätzung von Austrian Power Grid (APG) Zum Vergleich: In Oberösterreich gibt es knapp 676.000 Haushalte“ (ORF, 18.3.2026; https://ooe.orf.at/stories/3346531. Für die Kühlung der Server werden Millionen Kubikmeter Wasser benötigt, diese müssen durch mehrere neu zu errichtenden Brunnen bereitgestellt werden. Das Kühlwasser des Google-Rechenzentrums wird mit einer Temperatur von bis zu 30° Celsius in die Enns geleitet – eine Umweltkatastrophe für den Fluss, wie man schon jetzt bei der Hitze im Land sieht. Zudem: Während für jedes Windrad eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erforderlich ist, ist das bei dem Riesen-Rechenzentrum (RZ) nicht vorgesehen. Die OÖ-Landesregierung versteckt sich und mauert. Die Bundesregierung schweigt. Die SPÖ hat nichts gegen das Google-Monster, verlangt nur in Zukunft auch für solche Anlagen eine UVP. Das ist absolut zu wenig. Deshalb protestieren schon seit geraumer Zeit und immer mehr Menschen gegen das Projekt. Der Bau muss gestoppt, die Un-Verantwortlichen, die das alles verschwiegen und hinter verschlossenen Türen mit dem Google-Konzern ausgemacht haben, müssen zur Verantwortung gezogen werden. Mehr Infos bei der BI RZ Kronstorf (https://www.koogle.at/) und ein Interview mit der BI (https://www.moment.at/story/google-rechenzentrum-kronstorf-null-wertschoepfung/)

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AKW-Abschaltungen wegen Hitze

Schon in früheren Jahren wurden bei Hitze AKWs abgeschaltet, weil Flüsse zu wenig Wasser führen und/oder das Abwasser aus der AKW-Kühlung bis zu 33° Celsius warm sein kann, bzw. die Flüsse schon bis zu 30° Celsius warm sind. Dann ist nämlich die AKW-Kühlung gefährdet oder nicht mehr möglich ist. Das war auch dieses Jahr bereits im Juni und jetzt im Juli z.B. in Frankreich und der Schweiz so. AKWs müssen runtergefahren werden. Das ungarische AKW Paks wurde mit einer Ausnahmeregelung weiter betrieben obwohl die Donau schon mehr als 30° Celsius hatte. Die jährlich zunehmenden Hitzeperioden mit immer neuen Höchstwerten bis zu 40° Celsius und mehr sind die Folge des Klimawandels. Doch der wird von den Konzernen entweder geleugnet oder gerade AKWs als Ausweg aus der Klimakatastrophe propagiert. Die AKW-Abschaltungen beweisen das Gegenteil. Ganz abgesehen davon, dass AKWs völlig ineffizient (nur ein Drittel der bei der Kernspaltung frei werden Energie wandeln AKW in Strom um, der Rest der Energie geht als Abwärme verloren und wärm Umgebung, Flüsse oder Meer auf), todgefährlich und enorm teuer sind. Trotzdem drängt die Atommafia weltweit zu neuen Atomfinanzierungen und z.B. die EU öffnet dafür milliardenschwere Geldschleusen für die Konzerne (Stichwort Taxonomie-Verordnung).

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USA wollen AKW-Strahlenschutzwerte stark senken!

Die Atomlobby beteuert immer, dass Bau und Betrieb von AKWs billig seien. Dass das nicht stimmt, haben wir schon vielfach nachgewiesen. Jetzt wird es dadurch bestätigt: die USA (das Land mit dem meisten Atomreaktoren – 94 Reaktorblöcke in 54 Kernkraftwerken) wollen beim Bau und Betrieb von AKWs Sicherheitsstandards nach unten „anpassen“, Strahlenschutz und Grenzwerte verringern! Damit erhofft man sich einfachere Betriebsabläufe, schnellere Genehmigungsverfahren und damit „billigere“ AKWs. Klar ist, AKWs sind nicht billig und nicht sicher. Die Strahlung ist auch schon im Normalbetrieb da und wirkt auf die Umgebung negativ. Klar ist, dass diese „Verbilligung“ (=Profit für die Atommafia) auf Kosten der Sicherheit von AKW-Belegschaft, Anrainer und letztlich der gesamten Bevölkerung geht! (Quellen: Kronen-Zeitung, 19.7.2026 sowie div. Print- und Digitalmedien, Agenturen, ORF, atomstopp-oö, global2000).

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Weitere tödliche Machinationen der Atommafia um ihre Profite zu erhalten

Das AKW Mochovce in der Slowakei (100 km von Wien entfernt) wird nach 40 Jahren Bauzeit mit Brennstäben befüllt. Im AKW sind große Teile der Anlage überaltert, das AKW besitzt keine luftdichte Schutzhülle um Reaktor und Kühlkreislauf (Containment), ähnelt damit dem Tschernobyl-Reaktor.

Der Bau der tschechischen AKWs Dukovany 5 und 6 (nur 30 km von Österreichs Grenze entfernt) wird von Raiffeisen mit einem Kredit finanziert. Hintergrund: Die Kosten dürften sich von 16 Mrd. Euro auf 30 bis 39 Mrd. Euro mehr als verdoppelt! Bei der EU hat Tschechien für ein staatliches Darlehen zwischen und 30 Mrd. Euro angesucht (https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:C_202602825). Seit dem EuGH-Urteil zum GB-AKW-Hinkley Point 3 gelten staatliche Darlehen für AKWs nicht wettbewerbsverzerrend!

Und wegen der immer höher werdenden Kosten, die die privaten AKW-Errichter und-Betreiber nicht aufwenden wollen, sollen die tschechischen AKWs Schritt für Schritt voll verstaatlicht und damit neben dem Risiko auch die Kosten voll auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.

Der tschechische Industrieminister will für das AKW Temelin eine Laufzeitverlängerung um 60 Jahre (!) bis 2080! Dazu muss man wissen, dass die meisten AKWs auf eine maximale Laufzeit von 25 bis 30 Jahre konzipiert waren. (Quellen: div. Print- und Digitalmedien, Agenturen, ORF, atomstopp-oö, global2000)

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Klimakatastrophe – für die EU kein Thema

Im Interesse der Industrie weicht die EU-Kommission den Emissionshandel (ETS), den es seit 2005 gibt, noch mehr auf. So soll die Gesamtzahl der Zertifikate für den klimaschädlichen CO2-Ausstoß langsamer abnehmen, uzw. statt bis 2039 nun bis 2047 und es noch länger Gratiszertifikate geben, uzw. bis 2037. Während im Energiesektor der CO2-Ausstoß zurückging, ging er in der Schwerindustrie fast nicht zurück. Trotz Hitze-, Überschwemmungskatastrophen und einem permanenten, besonders in Europa noch schneller erwarteten Temperaturanstieg, gibt die EU der Industrielobby nach. Auch die österreichische Industrie behauptete, dass durch die Klimavorgaben „die Wirtschaft“ geschwächt werde. Jetzt geht es noch mehr auf Kosten von Umwelt, Klima und Gesundheit und Leben der Menschen. 1.000 Hitzetote (Übersterblichkeit) in Österreich, Hunderttausenden weltweit, sind den Konzernen für ihre Profitinteressen völlig wurscht. Während die Profiteure und Reichen spekulieren, sich ein sicheres, unwettergeschütztes oder kühles Platzerl auf der Welt in dann militärisch abgesicherten Sektoren und Regionen (wie z.B. in den USA schon zum Teil Realität) sichern zu können, werden immer mehr Menschen schon dort wo es noch Frieden gibt Opfer der Profitgier der 1% der Konzerne und Reichen. Und die österreichische Regierung hat dem in der EU ausdrücklich zugestimmt und die FPÖ-Opposition hat dazu applaudiert.

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Rückblick: V I D E O: 40 Jahre AKW-Super-GAU in Tschernobyl

Zum Nachschauen und Weiterverbreiten

Kurz-Statements:

Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb: https://www.youtube.com/watch?v=7H6oQBH25Bg&t=6s

Prof. Dr. Nikolaus Müllner: https://www.youtube.com/watch?v=rrubnCPa5UA&t=74s

Dr. Wilfried Leisch: https://www.youtube.com/watch?v=RO-9vPH4wD8&t=4s

Die gesamte Podiumsdiskussion:

https://www.youtube.com/watch?v=GDW3CcSKCcI

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Profitschutz statt Schutz von Menschen, Umwelt und Klima