FPÖ-Kickel für Aufrüstung Wehrdienstverlängerung – und kein Wort zur Neutralität und gegen Sky Shield

Ein Jahr ÖVP-SPÖ-NEOS-Regierung nahm der ORF in der ZIB 2 vom 3.3.2026 zum Anlass, FPÖ-Chef Kickl lange (17 Minuten) fast ohne Widerrede der Moderatorin reden und reden zu lassen. Hauptziel Kickls war es natürlich die Regierung zu kritisieren. Das ist ja leicht, da werden wir in einer Woche nicht fertig. Die 7 Milliarden Einsparung bei der Bevölkerung durch die jetzigen Regierung hätte er auch gemacht, sagte er. Und er will noch viel mehr Einsparungen.  Er heuchelte zwar Interesse für „den kleinen Mann“, um dann vor allem so zu tun, dass bei „den Ausländern“ Milliarden und über Milliarden zu holen seien. Förderungen will er auch streichen, da seinen weitere Milliarden zu holen, vor allem – man höre und staune – bei den KMUs (das sind die sogenannten kleineren und mittleren Unternehmen, davon eine Vielzahl Einzelunternehmen), die ja das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft sind und die Kickl in Wahl- und Aschermittwochsreden etc. ja immer lobt und gefördert sehen will.

Interessanter ist aber, was er alles nicht sagte, obwohl der FP-Chef bekanntermaßen nicht auf den Mund gefallen ist und alles unterzubringen versteht, wenn er will.

Was FPÖ-Kickl nicht sagte:

  • Die Milliardenförderungen für in- und vor allem ausländischen Konzerne erwähnte der selbst ernannte „Robin Hood des kleinen Mannes“ mit keinem Wort. Dass die in- und ausländischen Industriekonzerne in Österreich sich gerade im Rahmen der neuen Industriestrategie der Regierung (die Kickl genauso wie die Industriellenvereinigung begrüßt) um weitere Milliardenförderungen, vor allem für Rüstungsgeschäfte aus Deutschland und den USA anstellen, verschweigt Kickl.
  • Für die Neutralität und gegen Sky Shield – das war bislang der Dauersager der FPÖ bei jedem Interview. Im ZIB 2 Interview vom 3.3.2026 zur Neutralität und zu Sky Shield kein Wort. Dabei ist Kickl ja bekannt dafür, dass er ein Thema, wenn er es unterbringen will, auch im Interview unterbringt. Also dann wohl kein Zufall.
  • Die FPÖ, die sonst angeblich gegen die Regierung und die Außenministerin ist, sagt nichts gegen Kanzler Stocker und Außenministerin Meinl-Reisinger, wenn diese für massive Aufrüstung „Europas“, de facto an der Seite NATO-EU-Deutschlands, eintreten. Klar für Aufrüstung und Militarisierung war und ist die FPÖ immer, deshalb für die Wehrpflicht-Verlängerung. Zwar wettert die FPÖ gegen die EU, sitzt aber dort im EU-Parlament und empfiehlt EU-Staaten sogar, wenn sie sich an Aufrüstung beteiligen wollen, dies in der NATO zu tun (APA-OTS_20260204_OTS0018/fpoe-steger, 4.2.2026). Scheinbar wissen die FPÖ-Heuchler nicht, dass 23 der 27 EU-Staaten NATO-Mitglieder sind und das größte NATO-Land Deutschland ist. Gegen die Kriegsaufrüstung Deutschlands hat die FPÖ nichts.
  • Die Heeres-Aufrüstung dient der noch engeren Anpassung und dem Anschluss Österreichs an die Aufrüstungs- und Kriegspläne von EU/NATO/Deutschland mit Sky Shield. Das macht Österreich erst zum möglichen Angriffsziel. Das ist absolut unvereinbar mit der immerwährenden Neutralität Österreichs. Gegen diesen weitern EU/NATO-Anschluss durch die Wehrdienst-Verlängerungs-Hintertür hat auch die selbsternannte Neutralitätspartei FPÖ nichts einzuwenden, ja sie ist ausdrücklich dafür. Sehr entlarvend.
FPÖ-Kickel für Aufrüstung Wehrdienstverlängerung – und kein Wort zur Neutralität und gegen Sky Shield