Meinl-Reisinger in der FURCHE – hier der Link: https://www.furche.at/politik/beate-meinl-reisinger-ueber-wehrhaftigkeit-asterix-ist-genau-unser-thema-17707329
Meinl-Reisinger will – und ist dabei sehr entlarvend:
- dass „wir“ die Sprache der Macht lernen müssten (das sagt auch der deutsche Kanzler Merz), weil der männliche Narzissmus der Welt nicht guttut – so einfach kann Außenpolitik sein
- das EU-Einstimmigkeitsprinzip aufheben – die liberale Demokratin hat einen Frust mit dem EU-Parlament, weil es nicht so abstimmt wie sie sich das wünscht
- sie will, das „Europa“ ein weltpolitischer Akteur wird (d.h. Kriegsbeteiligter wird oder gar Kriegstreiber, denn weltpolitischer Akteur in der Wirtschaft sind ja die europäischen Länder doch)
- ist zwar gegen US-Hegseths Kriegsministerium-Rhetorik, will aber wie sie selbst sagt „same but different“, also statt von „kriegstüchtig“ lieber von „verteidigungstüchtig“ reden – also verschleiern.
- ist beleidigt, dass man sie als Kriegstreiberin bezeichnet – aber was sonst ist sie bei solchen Aussagen?
- dass sie, auch wenn sie 3 Söhne hätte, diese für die „Verteidigungsfähigkeit“ bereitstellen würde (So eine Mutter würden wir nicht wollen. Umso mehr Reinhard Mey: Meine Söhne (Töchter) geb´ ich nicht!)
- redet davon wie wichtig Bürgerbeteiligung ist und meint ihre 3 Bürgerforen wo in Summe dees Vorjahres 300 Leute teilnahmen und darüber nicht einmal Offizielles vorliegt außer Meinl-Reisingers Aussagen dazu wie gut diese gewesen seien
- sie redet von „Resilienz“, sagt auch offen, dass die Resilienz und Kriegsaufrüstung (pardon Verteidigung) „der Kitt der Koalition“ sind
- und die „liberale“ Meinl-Reisinger tanzt nicht nur in Ukraine-Tracht und auf Ukraine-Einladungen (im letzen Jahr 4 mal) herum, sondern hat auch ihr Herz für die Monarchisten, für Karl Habsburg, entdeckt, der in der Ukraine wohl an die Tradition seiner dort herumfuhrwerkenden Vorfahren anschließen möchte …
Das alles ist nicht nur peinlich, sondern für den Ruf, das Ansehen und die Wirksamkeit des neutralen Österreich verheerend im wahrsten Sinne des Wortes. Wer solche Aussagen tätigt darf nicht länger Außenministerin des immerwährend neutralen Österreichs sein. Dass die ÖVP dagegen nichts sagt, ist nicht verwunderlich. Dass sich die SPÖ, in außenpolitischen Fragen nicht nur völlig abgemeldet hat, sondern der neo(s)liberalen Außenministerin nicht einmal mehr widerspricht und damit gemeinsam mit der ÖVP der FPÖ in die Hände spielt, ist unverzeihlich und gefährlich für Österreich.
P.S.
So etwas von Kriegshetze und verkorkster „Argumentation“ . und das in einer „christlichen“ Zeitung, die sich als „Qualitäts“-Zeitung versteht – ohne Widerspruch des Interviewers – doppelt widerlich.
